Clevere Ausbildung am Bau in der Umwelthalle Sursee

Auf dem Gelände des Campus Sursee (mehr Infos finden Sie hier) befindet sich eine Umwelthalle zwecks Durchführung umweltrelevanter Experimente. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Bildungszentrum Bau in Sursee und der Zentralschweizer Umweltschutzdirektorenkonferenz. Sowohl die Umwelthalle als auch der zugehörige Umweltparcours sind öffentlich zugänglich und stehen allen Interessenten zur Verfügung.

Moderne Umweltbildung auf hohem Niveau
Das Interesse für ein umweltfreundliches Verhalten auf der Baustelle zu wecken ist bereits während der Ausbildung sehr wichtig. Um den Strassenbau- und Maurerlehrlingen sowie den Auszubildenden im Campus Sursee fundierte Kenntnisse anzueignen, schuf der Campus gemeinsam mit verschiedenen Kantonen der Innenschweiz einen Umweltschutzparcours. Dieser steht auch Verwaltungsmitarbeitern für Schulungszwecke zur Verfügung. Von Anfang an legten die Initiatoren viel Wert auf eine anschauliche und leicht nachvollziehbare Weise der Wissensvermittlung. Gemäss dem Motto „So bau ich schlau“ erhalten die angehenden Bauleute praxisbezogene Tipps und Anleitungen für einen umweltgerechten Umgang mit den ihnen anvertrauten Materialien. Den Auszubildenden erwartet eine unkomplizierte und lockere Lernatmosphäre mit viel interessantem Anschauungsmaterial. Es besteht die Möglichkeit, auf sämtlichen Ebenen des Bauhandwerks wertvolle praktische Erfahrungswerte zu sammeln. Die Umwelthalle samt Parcours ist ein sichtbarer Beweis dafür, dass Umweltschutzaspekte in Sursee ein integraler Bestandteil des Bauwesens sind. Der Parcours sensibilisiert die angehenden Bauleute für einen umweltgerechten Umgang und hinterlässt dabei tiefe Eindrücke.

Umweltbildung an einem renommierten Standort
Dass sich die Umwelthalle Sursee genau dort befindet, wo sie steht, nämlich im Campus, ist kein Zufall. Im Campus Sursee absolvieren jedes Jahr etwa 10 000 Baufachleute ihre Aus- und Weiterbildung in verschiedenen branchenrelevanten Bereichen. Die Umwelthalle ist eines von vielen Gebäuden auf dem riesigen Areal. Der Umweltparcours mit seinen farbig gekennzeichneten Tafeln begleitet den Interessenten bis zur Mensa. Die Vermittlung des benötigten Wissens erfolgt kurz und prägnant. Die Thematisierung beschränkt sich auf sieben wichtige Umweltprobleme. Die einzelnen Posten verdeutlichen die Auswirkungen unbedachten Handelns und bieten gleichzeitig adäquate Lösungsvorschläge, wie die Probleme zu vermeiden gewesen wären. Karikaturen und eine farbige Gestaltung lockern den Stoff auf und animieren zur aktiven Auseinandersetzung mit dieser wichtigen und heiklen Problematik.

Jedes Thema eine andere Farbe
Der Umweltparcours bietet wertvolle Informationen zu den Themen „Gefährliche Stoffe“, „Stoffkreislauf“, „Luft“, „Baustellenabwasser“, „Versickerung“, „Bodenschutz“, „Lärm“ und „Energieeffizienz“. Jeder Bereich trägt seine eigene Farbe. Zu sämtlichen Themen ist es möglich, in der Umwelthalle Sursee entsprechende Feldversuche durchzuführen. Durch die praktische Erfahrung prägt sich das Gelernte besonders tief und dauerhaft im Gedächtnis ein. So ist es zum Beispiel möglich, mithilfe eines Tensiometers die Saugspannung des Untergrunds zu messen. Das erlaubt Rückschlüsse auf die Belastbarkeit des Bodens und dessen Befahrbarkeit. Eine Versickerungsgalerie verdeutlicht die individuellen Beschaffenheiten verschiedenster Bodenmaterialien. Der Auszubildende lernt anhand praktischer Beispiele die Unterschiede zwischen geschlossenen und sickerfähigen Belägen kennen. Auch die Auswirkungen eines Farbanstrichs hinsichtlich der Menge des versickerten Wassers verdeutlichen die Feldversuche. Dem Lehrenden bleibt bei einem Besuch der Umwelthalle Sursee viel Spielraum. Er entscheidet selbst, wie sehr er wissenschaftlich in die Tiefe geht oder ob er lieber nur die Grundkenntnisse vermittelt. Für eine weitere Vertiefung des Lernstoffs sorgt ein spezielles Computerspiel, bei dem die Teilnehmer auf einer virtuellen Baustelle durch umweltbewusstes Verhalten fleissig Punkte sammeln. Um bei dem Spiel erfolgreich zu sein, benötigt der Auszubildende das nötige Fachwissen und darüber hinaus viel Geschick.